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Geschichte der Fotografie

Der Begriff Fotografie kommt aus dem Altgriechischem "photos" für Helligkeit, Licht und "graphein" für zeichnen, malen also zusammengesetzt mit Licht malen. Fotografie ist eine bildgebende Methode bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert wird und dort direkt und dauerhaft gespeichert (analoges Verfahren) oder in elektronische Daten gewandelt und gespeichert wird (digitales Verfahren).

Seit dem 11. Jahrhundertwurden dunkle Räüme verwendet. Anstatt einer Linse diente ein kleines Loch der Bildgebung. Das Bild wird dabei auf die gegenüberliegende Wand geworfen, es entsteht ein seitenverkehrtes auf Kopf stehendes Bild.

Im 13. Jahrhundert wurde die Camera obskura von Astronomen zur Sonnenbeobachtung eingesetzt.

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Im 16. Jahrhundert wurden erstmals Linsen zur Projektion eingesetzt. Dadurch wurde ein wesentlich besseres Bild möglich.

Im 18. Jahrhundert wurde die Laterna magica (lateinisch „Zauberlaterne“) verwendet. Das ist ein Projektionsgerät, das vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein in ganz Europa verbreitet war und im 19. Jahrhundert zum Massenmedium avancierte.

Im 19. Jahrhundert begannen Chemiker lichtempfindliche Stoffe zu untersuchen und nach Fixiermitteln zu suchen um die bis dahin nur flüchtigen Bilder aufzeichnen zu können.

1826 wurde die erste Fotografie durch Joseph Nicéphore Nièpce im Heliografie-Verfahren angefertigt.

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1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre ein besseres Verfahren, das auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die hergestellten Bilder auf  den versilberten Kupferplatten, wurden als Daguerreotypien bezeichnet. Durch das Verfahren waren keine Kopien möglich.

1835erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Mit der Einführung des Negativ-Positiv-Verfahrens war eine Vervielfältigung im Kontaktverfahren möglich. Als Trägermaterial wurden Glasplatten verwendet und von vielen Fotografen selbst gegossen. Durch Belichtung entsteht ein Negativ das dann danach, meist mit Sonnenlicht, auf ein dann positives Trägermaterial umkopiert wird. Die Größe des Negatives entsprach dem späteren Endformat. Für große Fotos waren dementsprechend auch sehr große Kameras notwendig. Zum Teil wurden diese auch als Dunkelkammer und zum Gießen des lichtempfindlichen Materiales verwendet.

1840 konstruierten gemeinsam Josef Maximilian Petzval und Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer das Petzvalobjektiv. Dieses ist das erste echte Porträtobjektiv.

petzvalobjektiv

Das Objektiv ermöglichte erstmals Porträts mit Belichtungszeiten von weniger als einer Minute. Es mit einer größten Blende von 1:3,6 gegenüber früheren Objektiven z. B. Daguerres Objektiv von 1839 22mal lichtstärker.

22. März 1861 Gründung der Photographische Gesellschaft in der Akademie der Wissenschaften in Wien durch Anton Georg Martin gegründet. Sie ist die älteste Gesellschaft für Photographie im deutschen Raum. Sie beschäftigt sich mit der Förderung, Ausbreitung und Vervollkommnung der Photographie. Die Mitglieder treffen sich heute regelmäßig zum Informationsaustausch an der Höheren Graphischen Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.

17. Mai 1861 der schottische Physiker James Clerk Maxwell zeigt in einem Vortrag an der Royal Institution das erste Farbfoto.

MaxwellTartan

Zu sehen war darauf ein Tartan-Band. Die Vorführung der additiven Farbmischung (Additionsverfahren) basierte auf drei (schwarz-weiß) Diapositiven, die durch drei Farbfilter (Rot, Grün und Blau) fotografiert worden waren und durch entsprechende Filter deckungsgleich projiziert wurden.

1. März 1888 ist die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in der Westbahnstrasse 25 im 7. Wiener Bezirk genehmigt geworden. Sie ist in Österreich zu der führenden Institution bei der Ausbiidung von Druck- und Medientechnikern, Fotografen und Grafik-Designern geworden. Link: Wikipedia, Graphische

Mit der Erfindung von biegsamen Trägermaterial wird der sogenannte Rollfilm möglich.

1888 stellt George Eastman die legendenumwobener "Kodak Original" vor, die Produktion wurde jedoch bereits 1889 wieder eingestellt wurde.

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Die Kodak Nr.1 wurde von 1889 bis 1895 produziert. Der Hauptzweck der Kodak Nr. 1 bestand darin, Eastmans Rollfilm zu vermarkten, den Eastman jedoch nicht als Erster patentiert hatte und um den sich ein Rechtsstreit mit Reverend Hannibal Goodwin bis 1898 hinzog, den Eastman verlor.

1924 stellt Oskar Barnack die von den Leitz Werken entwickelten Kleinbildkamera, die den herkömmlichen 35-mm-Kinofilm verwendete, vor. Neue Möglichkeiten für eine mobile, schnelle Fotografie. Obwohl, durch das kleine Format bedingt, zusätzliche Geräte zur Vergrößerung erforderlich wurden, und die Bildqualität mit den großen Formaten bei Weitem nicht mithalten konnte, setzte sich das Kleinbild in den meisten Bereichen der Fotografie als Standardformat durch.

1936 wurde der erste Dreischichten-Film von Agfa und später von Kodak auf den Markt gebracht. Nach diesem technisch ähnlichem Verfahren funktionieren Farbfilme prinzipiell bis heute (siehe Farbfilm). Während beim Verfahren nach Kodak früher die eigentliche Färbung aufwändig während der Entwicklung erfolgt, beinhaltete das einfachere Agfa-Verfahren diese bereits im Film. Das nach dem Weltkrieg vereinheitlichte und bis heute übliche Verfahren beinhaltet als Optimierung Bestandteile beider Verfahren, vereinfacht formuliert, die Methode nach Agfa, die Chemie nach Kodak.

22. Mai 1963 Grundsteinlegung für den Neubau der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in der 1140, Wien, Layserstrasse 6, Eröffnung zum 80-Jahr Jubiläum 1968.

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Erinnerungstafel am Haus Westbahnstrasse, 1070

 Graphische Lehr-& Versuchsanstalt Wien 14
Graphische Lehr-& Versuchsanstalt ,Wien 14, 11. 4. 2012

1970 Die erste CCD (Charge-coupled Device) Still-Video-Kamera wurde von Bell konstruiert und 1972 meldet Texas Instruments das erste Patent auf eine filmlose Kamera an, welche einen Fernsehbildschirm als Sucher verwendet.

1973 produzierte Fairchild Imaging das erste kommerzielle CCD mit einer Auflösung von 100 × 100 Pixel.

1974 Gründung der Foto Weinwurm Gesellschaft m. b. H.

1975 in der ersten funktionstüchtigen digitalen Kamera von Kodak benutzt. Entwickelt hat sie der Erfinder Steven Sasson. Diese Kamera wog 3,6 Kilogramm, war größer als ein Toaster und benötigte noch 23 Sekunden, um ein Schwarz-Weiß-Bild mit 100x100 Pixeln Auflösung auf eine digitale Magnetbandkassette zu übertragen; um das Bild auf einem Bildschirm sichtbar zu machen, bedurfte es weiterer 23 Sekunden.

1986 stellte Canon mit der RC-701 die erste kommerziell erhältliche Still-Video-Kamera mit magnetischer Aufzeichnung der Bilddaten vor, Minolta präsentierte den Still Video Back SB-90/SB-90S für die Minolta 9000; durch Austausch der Rückwand der Kleinbild-Spiegelreflexkamera wurde aus der Minolta 9000 eine digitale Spiegelreflexkamera; gespeichert wurden die Bilddaten auf 2-Zoll-Disketten.

1987 folgten weitere Modelle der RC-Serie von Canon sowie digitale Kameras von Fujifilm (ES-1), Konica (KC-400) und Sony (MVC-A7AF). 1988 folgte Nikon mit der QV-1000C und 1990 sowie 1991 Kodak mit dem DCS-System (Digital Camera System) sowie Rollei mit dem Digital Scan Pack.

1999 kompletter Umstieg von Foto Weinwurm auf den Digitalen Workflow.

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Es werden 2 Kameras Kodak DCS 560 angeschafft, daneben Scanner, Apple Computer und Thermosuplimationsdrucker zur Anfertigung von Papierabzügen. Ab Ende der 1990er Jahre kann die Digitalfotografie im kommerziellen Bildproduktionsbereich als eingeführt betrachtet werden.

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Die digitale Fotografie revolutionierte die Möglichkeiten der digitalen Kunst, erleichtert insbesondere aber auch Fotomanipulationen.

2007 sind weltweit 91 Prozent aller verkauften Fotokameras digital, die herkömmliche Fotografie auf Filmen schrumpft auf Nischenbereiche zusammen.

Links:

Landesinnung der Berufsfotografen, Rudolf-Sallinger-Platz 1, 1030 Wien

Wirtschaftskammer Wien, Landesinnung der Berufsfotografen, Rudolf-Sallinger-Platz 1, 1030 Wien

Photographische Gesellschaft, Leyserstrasse 6, 1140 Wien,

Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Leyserstrasse 6, 1140 Wien

Westlicht, Westbahnstrasse 40, 1070 Wien


     
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